Das vom Bürgerkrieg gezeichnete Japan des Jahres 1374 ist ein grausamer und gefährlicher Ort. Die Nördliche Dynastie, die von Kyoto aus operiert, kämpft gegen die Südliche Dynastie, die ihren Sitz in Yoshino hat, und der Konflikt sowie eine drohende Hungersnot überziehen das Land mit Angst und Schrecken. Gerade in so einer Epoche dürstet es den Menschen nicht nur nach Nahrung und Obdach, sondern auch nach Vergnügung und Zerstreuung. Umso beliebter sind daher momentan die Darbietungen der
Kanze-Truppe, welche die Menschen mit Tanz und Musik erfreut. Doch für
Oniyasha, den Sohn des Leiters der Kanze-Truppe, ist diese Begeisterung völlig unverständlich. Vögel sind in seinen Augen dazu gemacht, zu fliegen, Pferde dazu gemacht, zu laufen, aber der Mensch sei nicht dazu gemacht, zu tanzen.
Sein Geist bleibt getrübt bis zu dem Tag, an dem er einem Tanz begegnet, der wahrhaft atemberaubend ist. Er verläuft sich im Wald und wird in einem abgelegenen kleinen Haus Zeuge eines Spektakels, das er sich niemals zu träumen gewagt hätte. Begeistert und tief bewegt möchte der elfjährige Junge, der eines Tages als No-Schauspieler »Zeami« berühmt werden wird, nun doch selbst die Kunst des Tanzens erlernen. Dabei erwartet ihn eine Welt, die weit größer ist als die Flüsse, das Meer und selbst der Himmel über seiner Heimat. Denn von diesem Moment an ist er bereit, sich seinen eigenen Schwächen zu stellen, und beginnt langsam, eine neue Form des Tanzes für eine Welt zu gestalten, die von Vergänglichkeit geprägt ist.
Quelle: aniSearch